Samstag, 5. Juli 2014

Nach der Reise ist vor der Reise

Hui ui ui…. da war ganz schön viel los die letzten Tage...

Alles fing damit an, dass B in der Nacht vom Mittwoch irgendwie krank wurde. Nach Bettruhe am Morgen sind wir dann aber doch noch nach Llandudno aufgebrochen, um mit dem Great Orme Tramway (oder heißt es mit der?) auf den besagten Great Orme hinaufzufahren, den Berg, der zusammen mit dem dem kleineren Orme, die Bucht von Llandudno einrahmt. Die Tramway ist wie in San Francisco von einem dicken Stahlseil gezogen und so schon seit 1902 im Einsatz. J war ganz begeistert mit seinem kleinen Drachen Bahn fahren zu können, E fand das Stillsitzen mal wieder eher suboptimal. Nach einer Umsteigestation auf halber Höhe, erreichten wir dann aber alle den Gipfel des Berges. Dort war es- wie auf Berggipfeln so üblich, kälter als im Tal und windig. Da hat sich vor allem B, die sowieso fror, schon ziemlich gewundert, in welchen Outfits manche Damen (Sandalen, kurzes Röckchen, ärmellos) sich an so eine Aufstieg machten. Nach kurzem Aufenthalt auf dem Gipfel und auf dem dortigen Spielplatz (E kann Leitern hoch!) fuhren wir wieder ins Tal hinunter.

Wieder im Cottage verzog sich B ins Bett und stand bis zum Abend (und dann nur sehr widerwillig) nicht mehr auf. Daraufhin beschlossen dann meine Großen, dass wir unseren Wales-Aufenthalt um einen Tag verkürzen und bereits am Freitag früh die Abreise antreten wollten. Daher wurde dann abends bereits mit dem Zusammenpacken begonnen. Freitag früh ging das natürlich weiter, aber um kurz vor 8 (manchmal ist es auch praktisch, wenn Kinder früh aufwachen) fuhren wir dann los. Um 15.40 Uhr nahmen wir dann bei brütender Hitze die Fähre nach Callais. Dort machten wir einen Übernachtungsstopp und fuhren heute früh (wieder gegen 8) dann weiter Richtung Heimat. Gegen 15 Uhr waren wir dann wieder zuhause. Es war ein ganz, ganz toller Urlaub, in dem wir alle wahnsinnig viel gesehen und erlebt haben! Dennoch sind wir glaube ich alle froh, wieder daheim im eigenen Zimmer und im eigenen Bett zu sein.

Zum Abschluß dieser Reise möchte ich noch einige mehr oder weniger lose Gedanken in den Blog-Raum werfen:
  • Es gibt seltsame Geschmacksrichtungen (Löwenzahn&Klette - Limo, feurig-scharfe Ingwer -Limo, und bei allem auch was mit Minze) nicht alle sind schlecht
  • die „Würstchen“ da (gemeint ist Britannien) gehen sowas von gar nicht und haben meiner Meinung nach den Namen nicht verdient
  • die Pommes (natürlich mit Salz und Essig) sind klasse, genauso wie der gebackene Fisch
  • Warum bekommt man dort fast überall nur Instant-Kaffee? Warum? Und das für einen Preis, der auch eine Nobelbohne rechtfertigen würde.
  • Unbedingt probieren sollte man dafür den Lady Grey Tee (z.B. von Twinings)
  • Wer zum Kuckuck hat den Damen der Insel gesagt, dass Overalls, Onesies, Shortys, oder wie diese Dinger auch immer heißen schön seien? Oder kleidsam? Derjenige sollte auf der Stelle vors oberste Modegericht. Ehrlich, es muss ja nicht jeder im Animalprint herumlaufen, aber DAS geht gar nicht!
  • richtiges Brot (so mit Krute und auch innen bissfest) ist einfach was Tolles
  • C und die Franzosen werden wohl in diesem Leben keine Freunde mehr. Er kann einfach nicht verstehen, dass die ihn nicht verstehen wollen
Wales ist einfach wunder-wunderschön und ich bin hoffentlich nicht das letzte Mal dort gewesen- ich habe noch viel vor (nach Worm`s Head wandern, generell bisschen wandern, in Conwy Krabben angeln, auf Angelsey Vögel und Robben beobachten, in einem viktorianischen Hotel den High Tea genießen und noch soooooo viel mehr!) Aber die nächsten Reisen werden mich in andere Gefilde führen. Und natürlich werde ich auch davon wieder berichten, denn ich melde mich wieder, Eure Wiebke!

Mittwoch, 2. Juli 2014

Wiebke im Wind

Hallo Ihr Lieben! 
Heute war der Tag der unfertigen Burgen, denn wir waren in Caernarfon und Beaumaris. Caernarfon haben wir besichtigt, sind auf alle Türme geklommen, haben die Aussicht genossen und uns eine kleine Ausstellung über die Investitur von Charles zum Prince of Wales angesehen. Diese fand im Jahre 1969 nämlich auf dem dortigen Rasen statt. 

Anschließend sind wir durch die Gassen geschlendert, haben versucht einen Schatz zu heben, sind aber gescheitert, und haben zu Mittag gegessen. Das Lokal hieß Blas und es war sehr, sehr lecker (zum Glück), B hatte eine Seafoodplatte, die Wales-echt auf einer Schieferplatte serviert wurde. Die diversen Meerestiere waren dann im leeren Panzer einer Krabbe/ Krebs/Was-weiß-ich angerichtet. C hatte einen homemade Burger mit welsh beef, J fish and chips mit peas, E hatte ein Gläschen und hat geräubert, so wie ich auch. 
Nachdem J dann am Hafen noch ein Eis hatte sind wir wieder ins Auto und nach Beaumaris aufgebrochen. Die Burg hier ist damals mitten im Bau aufgegeben worden, von den geplanten sechs Stockwerken sind noch nicht mal die hälfte fertig geworden (alles so etwa, für Richtigkeit übernehme ich keine Haftung). Dagegen wurden in Caernarfon „nur“ eine Toranlage und die Leitungen nicht fertig. Daher haben wir uns die Innenbesichtigung auch geschenkt und sind lieber am Hafen entlang gelaufen. Dort war es sehr, sehr windig, da habe ich mich gar nicht aus Bs  sicherer Tasche getraut. 

Am Pier haben wir dann einer Familie beim Krabbenangeln zuschauen können, das ging wirklich erstaunlich schnell, kaum war der Köder im Wasser, hingen dort diverse Krabben dran. Einige sind dann allerdings noch beim Hochziehen wieder ins Meer geplumpst, aber wir waren sehr beeindruckt. 

Die Kinder haben jeder heute noch einen kleinen walisischen Drachen bekommen- J nannte seinen Annika, die Namensgebung für Es habe ich übernommen. Es ist ein kleiner Shadow geworden. ;)
 
B fand den heutigen Tag glaub ich etwas anstrengend, außerdem ist sie genervt, dass ihr Handy sich seit einigen Tagen in kein Netz mehr einklinkt. Daher soll ich den anderen Muddis aus dem manchmal im Scherz so genannten „Böse-Mütter-Club“ ausrichten, dass sie sich wieder sehr auf sie freut und es beim nächsten Treffen viel zu erzählen gibt. Ich hoffe ich habe das jetzt so richtig wieder gegeben ;).
 

Ich weiß heute schon, was es morgen gibt- aber ich verrate es euch nicht. Gemein, ich weiß, aber so kann ich eben manchmal auch sein. Lasst euch überraschen, ich melde mich wie immer wieder, eure Wiebke




Dienstag, 1. Juli 2014

Tuff, Tuff, Tuff die Eisenbahn...

„Zum Geburtstag viel Glück, zum Geburtstag viel Glück, zum Geburtstag- zum Geburtstag, zum Geburtstag viel Glück!“ Unsere allerherzlichsten Geburtswünsche gehen heute an das Fräulein Happylein aus T. Im Sch.W.! Wir denken an Dich und wünschen dir alles Gute!!!!!

Unser heutiges Programm war so ein bisschen ein Männer-Ding (aber trotzdem sehr sehr schön, versteht mich nicht falsch!) Wir fuhren heute nämlich nach Blaenau Ffestiniog um dort in eine Dampfeisenbahn einzusteigen. Unsere Reise ging eine gute halbe Stunde bis nach Tan-y-Bwlch (sprich in etwa Tähn-ih-bl). Dort hatten wir zwei Stunden Aufenthalt, die wir uns mit einem kleinen Spaziergang, spielen auf dem dortigen Spielplatz und Kuchen vertrieben. 
Dann ging es wieder nach Ffestiniog zurück. Die Fahrt war extrem malerisch- einmal musste der Zug sogar anhalten, weil ein paar Schafe nicht so wirklich von den Gleisen runter wollten (doofe Tiere eigentlich- bis auf Emmi natürlich, die ist ja meine Freundin ;)). 
Wir fuhren dann also vorbei an Seen, einem kleinen Moor, einem Wasserfall und viel toller Landschaft. Scheinbar war das alles aber doch ziemlich anstrengend, denn seit J auf der Rückfahrt eingeschlafen ist, schläft er eigentlich. Ok, eine kurze Wachphase um Pipi zu machen und zu maulen, zähl ich jetzt nicht richtig mit. Mal schauen, ob er zum Abendessen wach wird. Wenn nicht dann ist er wenigstens für unser neues Abenteuer morgen ausgeschlafen- was immer das auch sein wird. 

Ich werde euch natürlich davon berichten. Bis dahin, ich melde mich wieder, eure Wiebke!

Ach übrigens: die Lamm&Minz Chips haben wir nicht mehr angebrochen. Heute gehen wir die Landeskunde alkoholfrei an und trinken „Dandelion and Burdock“ Brause. C findet es eklig, wir eher interessant bis apart.


Abschluss in St. Ives

Manchmal lohnt sich quengeln scheinbar doch, denn heute haben wir- an unserem letzten Tag in Cornwall- St. Ives besucht. Und es war ...